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VfL-Coach Hecking: “Die Zuversicht ist nach wie vor da” (5 Min)
Bundesliga
Stand: 25.05.2026 12:53 Uhr
Der VfL Wolfsburg will heute mit einem Sieg im Relegations-Rückspiel beim SC Paderborn den erstmaligen Abstieg aus der Fußball-Bundesliga verhindern. Für Dieter Hecking ist das Duell mit seinem Ex-Club vielleicht auch seine Abschiedsvorstellung als “Wölfe”-Trainer.
Denn unabhängig vom Ausgang der heutigen Partie (20.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) gibt es beim Werksclub übereinstimmenden Medienberichten zufolge Überlegungen, den 61-Jährigen in Zukunft in anderer Rolle beim Meister von 2009 einzuspannen. Angedacht sei demnach beispielsweise eine Tätigkeit als Geschäftsführer oder Berater. Auch Namen von möglichen neuen Trainern werden bereits gehandelt. Einer davon ist Dietmar Kühbauer, Ex-Profi des VfL und just mit dem Linzer ASK in Österreich Doublesieger geworden.
Fakt ist aktuell nur, dass Heckings Kontrakt ausläuft. Und sollte der Mann aus Castrop-Rauxel seine Retter-Mission beim VfL mit einem Sieg in Paderborn erfolgreich abschließen, müssten sie ihm in der Autostadt eigentlich ein Denkmal bauen. Denn der Klassenerhalt mit einer lange Zeit auf dem vorletzten Tabellenplatz rangierenden Mannschaft, die phasenweise kaum noch nennenswerte Lebenszeichen von sich gab, wäre wohl noch viel höher einzuschätzen als Heckings Pokalsieg mit den “Wölfen” im Jahr 2015.
Apropos Pokalsieg. Dass der “FC Kane” – auch bekannt unter dem Klarnamen FC Bayern München – am Samstagabend in Berlin den “Pott” holte, hat Hecking nur nebenbei mitbekommen. “Ich war auf der Landesgartenschau. Ich habe nichts gesehen vom Pokalfinale”, erklärte der Trainer. “Ich kann es nur jedem empfehlen, dahinzugehen. Das ist eine tolle Örtlichkeit”, ergänzte der 61-Jährige.
Mit seinen Kindern und Enkelkindern sei er dort gewesen. Und zuvor habe er mit ihnen die Freibad-Saison eröffnet, so Hecking. “Das muss man auch machen. Warum soll ich mein Leben nur wegen einem Spiel ändern?”, fragte der Trainer-Routinier am Sonntag bei der Pressekonferenz bestens gelaunt in die Runde.
Hecking tut dem Team, das vor seinem Amtsantritt Mitte März halt- und ratlos wirkte, mit seiner Ruhe und seiner Erfahrung gut. Dabei hat der 61-Jährige schnell erkannt, dass keine großen taktischen Maßnahmen oder verschärfte Trainingseinheiten vonnöten sind, um die Mannschaft aufzupäppeln. Er war und ist stattdessen bemüht, für ein gutes Binnenklima zu sorgen.
So stand vor dem Hinspiel am vergangenen Donnerstag (0:0) eine Grillparty mit Spielern und deren Familien auf dem Programm. Und vor dem zweiten Aufeinandertreffen mit dem Zweitliga-Dritten verzichtete der Coach auch auf ein Kurz-Trainingslager oder andere Abläufe wie an sonstigen Spieltagen.
“Wir haben gestern ganz, ganz locker trainiert, keine großen Ausschläge gehabt. Solche Spiele, wie sie jetzt anstehen, muss man so nehmen, wie sie sind. Wir wollten das Finale – jetzt spielen wir es. Wir haben alle Möglichkeiten, die Klasse zu halten”, sagte Hecking und scheinbar tiefenentspannt. Obgleich seine Mannschaft vor heimischer Kulisse nicht vorlegen konnte, hielt sich der Coach mit Kritik an seinen Schützlingen zurück.
“Es war nicht unser bestes Spiel in den letzten Wochen. Wir haben ein paar Dinge gemacht, die wir so in den letzten Wochen nicht gemacht haben. Wir werden das eine oder andere anpassen”, erklärte Hecking. Ins Detail wollte er nicht gehen. Doch natürlich wird sich der 61-Jährige das eine oder andere ausgedacht haben, um die Ostwestfalen vor schwierigere Aufgaben als beim ersten Aufeinandertreffen zu stellen.
“Wir werden alles reinwerfen, was wir haben, um dieses Spiel zu gewinnen”, kündigte der Trainer an, der seine Karriere als Spieler einst beim Vorgängerverein des SCP, dem 1. FC Paderborn, begann. Nun steht für Hecking also die Rückkehr an den Ort an, an dem 1983 seine lange und erfolgreiche Laufbahn im Profifußball ihren Anfang nahm. Möglicherweise wird Paderborn ja auch der Ort einer seiner größten Erfolge. Denn das wäre der Klassenerhalt mit Wolfsburg fraglos.
Paderborn: Seimen – Hansen, Scheller, Brackelmann – Curda, Bilbija, Castaneda, Baur – Klaas, Bätzner – Marino
Wolfsburg: Grabara – Belocian, Vavro, Koulierakis – Kumbedi, Vinicius Souza, Maehle – Svanberg, Eriksen – Pejcinovic, Daghim
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Relegation zwischen Wolfsburg und Paderborn bleibt ein Krimi (4 Min)
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